Grundlagen der Rhetorik

Grundlagen Rhetorik

Das Redenhalten fällt manchmal schwer. Vor allem, wenn es nicht zu den alltäglichen Aufgaben gehört, bereitet es immer wieder aufs Neue eine Herausforderung.

Müssen Sie vielleicht demnächst vor ein größeres Publikum treten oder ein Kollege oder Ihr Vorgesetzter? Dann üben Sie schon vorher fleißig und orientieren Sie sich dabei an den folgenden Fragen:

 


(1)     Vor der Rede

Fragen Sie sich:

  • Welche Ziele verfolge ich mit der Rede?
  • Welche Informationen stehen mir zur Verfügung und welche sind relevant?
  • Welche Strategie will ich verfolgen und wie möchte ich argumentieren?

 

(2)     Während der Rede

  • Vermitteln Sie Ihren Zuhörern das Gefühl, verstanden zu werden. So werden auch Sie eher gehört und verstanden!
  • Entwickeln Sie eine positive Einstellung gegenüber Ihrem Publikum. Dies beeinflusst sogar Ihre Stimme, Ihren Tonfall sowie Ihre Wortwahl!
  • Sehen Sie Ihre Zuhörer stets als Kollegen und Freunde, nie als Feinde oder Gegner an. Ihr Publikum merkt schnell, ob Sie Ihnen zugetan sind!
  • Wie eine Rede wirkt hängt nur zu 7% von ihrem Inhalt ab. Den Rest machen Stimme, Tonfall, Mimik und Gestik aus. Entsprechend ist auch der Eindruck des Redners nachhaltiger als das Gesagte: Machen Sie sich den Einfluss von Mimik und Gestik zu Nutze!

1. Körpersprache gezielt einsetzen

  • Haltung. Stehen Sie fest. Nicht herumzappeln, ruhig und aufrecht stehen. Dabei so natürlich und ungezwungen wie möglich bleiben!
  • Atmung. Tief, ruhig und regelmäßig.
  • Mund. Lächeln Sie, wenn Sie es fühlen. Ein unechtes Lächeln bringt keine positiven Effekte mit sich (man wird es Ihnen ansehen!).
  • Augen. Halten Sie Blickkontakt zu Ihren Zuhörern. Starren/Fixieren Sie sie aber nicht – dies wirkt dominant. Besser: Blick über das Publikum schweifen lassen.
  • Gestik. Vermeiden Sie das Verschränken der Arme, das Berühren von Hals, Gesicht und Ohrläppchen sowie Gesten unterhalb der Taille.
  • Hände. Die Handinnenflächen zu zeigen wirkt offen. Nicht mit den Armen und Händen herumfuchteln!

2. Die richtige Sprechweise

  • Klar und deutlich.
  • Sprechen Sie bewusst ruhig, tief, langsam und laut. So wirken Sie angenehmer und überzeugender auf Ihre Zuhörer.  Achten Sie darauf, nicht höher zu sprechen, wenn Sie etwas lauter sprechen.
  • Setzen Sie Pausen ein. Pausen heben Gesagtes hervor, Sie können neuen Atem fassen und Ihrem Publikum Zeit geben, Gesagtes zu verarbeiten.

3. Der Inhalt

  • Machen Sie deutliche Aussagen. Fassen Sie sich lieber kurz und vermeiden Sie Umschweife.
  • Verlieren Sie sich nicht in Details.
  • Bilden Sie anschauliche, einprägsame Hauptsätze: zu viele und zu lange Nebensätze irritieren; der Zuhörer kann möglicherweise nicht mehr mit dem Satzanfang verknüpfen.
  • Vermeiden Sie Fachtermini. Sind sie unausweichlich, erklären Sie diese sofort. Stellen Sie den Sachverhalt eventuell noch einmal einfacher dar!
  • Gehen Sie achtsam mit Trendwörtern und Superlativen um. Machen Sie dies abhängig von der Thematik, setzen Sie tendenziell aber weniger davon ein.
  • Verzichten Sie auf abschwächende, überflüssige Beiwörter wie „eigentlich“, „prinzipiell“, „vielleicht“ oder „eventuell“. Verwenden Sie außerdem statt dem Konjunktiv den Indikativ.
  • Fangen Sie Ihr Feedback ab. Nickt Ihr Publikum? Gut, sie sind gedanklich bei Ihnen! Sehen Sie Ihren Zuhörern das Fragezeichen auf dem Kopf schon an? Schalten Sie einen Gang zurück und erklären Sie einen Sachverhalt erneut.
  • Gliedern Sie Ihre Rede. Beispielsweise nach dem Fünfsatz-Prinzip: Einleitung, drei aussagekräftige Argumente, Schluss. Lassen Sie den aus der Psychologie bekannten Primacy- und Recency Effekt für sich arbeiten: Was sie zu Beginn und am Ende sagen bleibt Ihren Zuhörern besser in Erinnerung als der Mittelteil Ihrer Rede.
  • Verwenden Sie Bilder, Vergleiche, Analogien, Symbole oder Gegenüberstellungen und verankern Sie Ihre Argumente so im Kopf Ihrer Zuhörer.

 

(3)     Für noch mehr Kenntnisse

Wenn alle Tipps und Tricks nichts helfen, gibt es die Möglichkeit, an fachkundig geführten Rhetoriktrainings oder -seminaren teilzunehmen. Erwarten Sie aber keine Wunder – wie überall, macht auch bei der Redekunst die Übung den Meister. Durch ein professionelles Training können Sie jedoch optimal Kenntnisse erwerben und bestenfalls Ihre Fähigkeiten bereits anwenden. Folgende Punkte helfen Ihnen dabei, unter der Vielzahl an Angeboten ein seriöses Rhetoriktraining auszuwählen:

  • Wie lange bietet der „Rhetoriktrainer“ seine Veranstaltungen schon an, wie viel Praxiserfahrung kann er vorweisen?
  • Über welche Qualifizierung verfügt der Trainer? Kann er eine Ausbildung oder ein Studium vorzeigen, welches zu seinem Beruf passt?
  • Was für Kurse werden angeboten? Gibt es nur einen Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene? Kann der Trainer Qualitätskontrollen nachweisen?
  • Wie viele Teilnehmer werden pro Training aufgenommen? Je weniger Teilnehmer an einem Kurs teilnehmen, desto größer ist der Lerneffekt für jeden Einzelnen.

 

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren und erlernen möchten, dann besuchen Sie unser Seminar: Rhetorische Grundlagen.

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