Richtig kommunizieren – gelassen reagieren

Kommunizieren


Wer kennt es nicht? Durch eine wenig zielführende Diskussion und misslungene Argumentation versteht ein Kollege etwas falsch und reagiert gekränkt, was sich wiederum auf alle anderen auswirkt.

Deutlich zeigt dies: eine gelungene, achtsame Kommunikation stellt die Basis für mehr Gelassenheit im Gespräch und auch im Zusammenleben dar.

 

Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie Sie etwas gemeint haben – entscheidend ist, wie Ihre Aussagen beim Gesprächspartner ankommen. Wie Sie es erreichen können, im Gespräch angemessen zu formulieren, zeigen

 

(1)     Passives Zuhören

  • Während einer Interaktion brauchen Menschen ab und an eine Rückmeldung, die ihnen signalisiert, dass der Gesprächspartner noch zuhört
  • Verbale („Mhm“, „Ah“, „verstehe“) und nonverbale (nicken, Augenkontakt) Signale zeigen Ihrem Gegenüber, dass Sie präsent sind und halten die Kommunikation aufrecht!

 

(2)     Aktives Zuhören

  • In eigenen Worten formulieren Sie zusammenfassend, was Ihr Gesprächspartner gesagt hat
  • Auch: Einfließen lassen, wenn man einen bestimmten Eindruck der Person bekommt; sie sich beispielsweise nicht wohl fühlt
  • Der Gesprächspartner nimmt wahr, dass Sie aufmerksam waren und Sie bringen einiges über Ihr Gegenüber in Erfahrung!
    –> begünstigt eine ungezwungene, natürliche Atmosphäre
  • Lassen Sie den Redner aussprechen. Wenn Sie unterbrechen, legen Sie Desinteresse und Egoismus an den Tag.
  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. So verhindern Sie Missverständnisse und zeigen, dass Ihnen an dem Gespräch etwas liegt.
  • Lernen Sie, die nonverbalen Botschaften zu lesen, die Ihr Gesprächspartner beispielsweise durch Gesten oder den Gesichtsausdruck aussendet.
  • Achtung: übertreiben Sie das aktive Zuhören nicht, sonst kommt Ihr Gegenüber sich für dumm verkauft oder gar analysiert vor.

 

(3)     Ich-Botschaften

  • Gegensätzlich zur „Du“-Botschaft („Du bist launisch/doof/egoistisch…“) verbalisiert eine Ich-Botschaft die eigene Gefühlslage und versucht, das Mitgefühl des Gegenübers anzuregen
  • Bsp.: „Mir ist aufgefallen, dass ich gar nicht mehr an dich herankomme, wenn Paul dabei ist. Können wir daran etwas ändern?“
    –> Ohne dem Gegenüber Vorwürfe zu machen wird eine effiziente Lösung angestrebt

 

(4)     Metakommunikation

  • Wenn beide Parteien festgefahren sind und wirklich „nichts mehr geht“: Über das Gespräch bzw. das Festgefahrensein sprechen
  • Nicht erneut eigene Argumente vertreten sondern darlegen, wie das Gespräch erlebt wurde
  • Sinnvoll bei häufigen Wiederholungen von Argumenten
    wenn Sie das Gefühl haben, aneinander vorbei zu reden
    wenn Sie merken, dass Ihr Gegenüber Sie nicht versteht
    wenn Ziele gefährdet sind
    wenn das Gespräch einem Teufelskreis gleicht

 

(5) Ein Gespräch richtig beenden

  • Lassen Sie Ihren Blick öfter durch den Raum gleiten.
  • Nehmen Sie persönliche Gegenstände, wie ihre Tasche zu sich damit Sie signalisieren, dass Sie nun gehen möchten.
  • Fassen Sie, wenn möglich, das Gespräch kurz zusammen. Wenn es keine konkrete Gesprächszusammenfassung gibt, verwenden Sie Floskeln wie „In diesem Sinne“. Bei geschäftlichen Gesprächen fassen Sie zusammen, welche Schritte als Nächstes erfolgen sollen, wie „gut, als nächstes bekommen Sie von uns ein Angebot“
  • Die letzte Aufmerksamkeit ist eben so wichtig wie der erste Eindruck. Lächeln Sie deshalb Ihren Gesprächspartner noch einmal an und schauen ihm dabei in die Augen. Bedanken Sie sich für das Gespräch und verabschieden sich höflich.

 

Wichtig: Seien Sie trotz allem auch authentisch. Sie wollen, dass Ihr Gesprächspartner Sie für die Person mag, die Sie sind. Jeder hat Schwächen und Fehler, auch Sie. Das macht uns nur menschlich.

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