Krankheit

Krankheit

Wenn ein Kollege krankheitsbedingt nicht zur Arbeit kommen kann, so geht man in der Regel davon aus, dass dies einen guten Grund hat. Nach seiner Rückkehr sollte man sich daher nach dem Wohlbefinden zu erkundigen, denn dies sagt aus, dass man den Kollege an seinem Arbeitsplatz schätzt.

Gleichzeitig kann man sicherstellen, dass er sich wieder an seinem Platz wohlfühlt und die Krankheit keine betriebsbedingten Ursachen hat. Dies ist einerseits Führungsaufgabe, aber seitens der Kollegen zeugt das auch von Fürsorge und erhält ein gutes Betriebsklima.

 

Was aber kann ich zu dem Kollegen sagen?[ds_preview]

  • Freundliche Begrüßung des Kollegen
  • Freude, dass er wieder da ist
  • Aktuelles Wohlbefinden? Fragen Sie nach dem Befinden des Kollegen, nicht nach der Diagnose.
  • Besondere Rücksichtnahme notwendig?
  • Gibt es betriebliche Ursachen für die Fehlzeit? Wenn JA: Ist das Umfeld oder die Situation schuld?
  • Informationen über Neuigkeiten, betriebliche Veränderungen während der Abwesenheit, aktueller Stand des Arbeitsprozesses
  • Gute Wünsche

Auch wenn es bedeutet, dass ein Team während der Erkrankung eines Kollegen seine Arbeit mitmachen muss, so soll niemandem eine Erkrankung vorgeworfen werden, sondern es soll der Blick dafür geschärft werden: Kann man überhaupt etwas an der Fehlzeitensituation eines konkreten Kollegen ändern? Welche Maßnahmen könnten zielführend sein?

Wenn ein auffälliges Fehlzeitenverhalten gezeigt wird, das sich auch negativ auf das Betriebs-/Teamklima auswirkt, sollte nur der Vorgesetzte weitergehend mit ihm sprechen. In der Gesprächsführung gegenüber dem Mitarbeiter kann das unter dem Motto stehen „Uns fällt auf, Sie fehlen häufig. Nun machen wir uns auch Sorgen um Ihre Gesundheit und im Rahmen meiner Fürsorgepflicht möchte ich gerne mit Ihnen gemeinsam versuchen Lösungen zu finden. Lassen Sie uns nun zusammen versuchen, herauszufinden, was Sie als Mitarbeiter tun können, um diese Situation zu verbessern und Ihre Gesundheit zu fördern, und wie wir als Unternehmen gemeinsam mit Ihren Kollegen dazu beitragen können.“ Er kann darauf hinweisen, dass Fehlzeiten stets das Team belasten und ein Mehr an Arbeit für die Kollegen bedeutet.

Kollegen sollten dem Rückkehrer mit Wohlwollen begegnen und auch bemüht sein, mit Fingerspitzengefühl alle Ursachen für eine mögliche Wiederholung einer Erkrankung nach Möglichkeit zu beseitigen. Eine Stärkung des Wir-Gefühls ist immer vorrangiges Ziel bei so einem Gespräch.

Während eine Führungskraft sich hinsichtlich bisheriger Fehlzeiten auf ein Gespräch vorbereiten muss, kann ein Kollege nach seinem subjektiven Empfinden gehen und direkt Möglichkeiten zur Verbesserung und Prävention vorschlagen. Er kann anbieten auch die Präventionsmaßnahmen im Rahmen eines Teamgespräches mit vorzubringen gerade, wenn dieses Krankheitsbild häufiger im Team bzw. im Unternehmen auftritt. Auch bei der Analyse der Ursachen ist es wichtig, dass der ehemals kranke Mitarbeiter spürt, dass alle auf seiner Seite sind.

Vor der Implementierung einer Präventionsmaßnahme kann allenfalls seitens der Führungskraft angemerkt werden: „Das heißt, wenn wir diese technischen Maßnahmen umgesetzt haben, sinkt dein Krankenstand?“ So wird dem Kollegen klar, dass er dann in der Verantwortung ist.

Bei privaten Ursachen hilft die Frage: „Was musst Du tun, damit sich dein Krankenstand verbessert?“
Lassen Sie den ehemals kranken Kollegen falls möglich erst aus dem Gespräch, wenn er messbare Maßnahmen für sich festgelegt hat.

Da die Verantwortung für die Krankheit immer auf Seiten des Mitarbeiters ist, ist es unbedingt wichtig, dass eine positive Haltung erhalten bleibt. Er allein ist verantwortlich und hat Einfluss auf seine Arbeits(un)fähigkeit. Wenn Sie klären, welche Maßnahmen den Kollegen unterstützen könnten und geklärt wird, inwieweit ihn dies er sich dazu entscheidet. Achten Sie auf dessen Reaktion: Bleibt er aufgeschlossen und hat auch eigene Ideen oder fühlt er sich angegriffen und reagiert emotionslos?  Falls er defensiv reagiert sollten Sie herausstellen, dass es ausschließlich um die Gesunderhaltung mit Blick auf dessen Zukunft geht und dass er nicht verurteilt wird.

Welcher ehemals kranke Mitarbeiter sollte seitens der Führungskraft zum Thema im Team gemacht werden? Richtig, jeder! Nur die Art des Gesprächs unterscheidet sich. Auch Kollegen, die im letzten Jahr keine Arbeitsunfähigkeits-Tage hatten, sollten Gegenstand eines Teamgesprächs sein. Die Führungskraft sollte sich bedanken, dass sie letztes Jahr immer da waren. Sie kann das zum Beispiel im Rahmen eines Teamgespräches vor dem Jahreswechsel machen und jeden Kollegen auch persönlich ansprechen. Vielleicht können Sie sich gemeinsam mit Ihrer Führungskraft etwas Positives für diese Kollegen überlegen.

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