Ich Chef, du Nix…

Cheftypen
Wenn man nicht gerade selbstständig ist, hat wohl jeder von uns einen Vorgesetzten, der die eine oder andere kleine Macke hat. Normalerweise kann man damit auch leben. Doch was ist, wenn Ihr Vorgesetzter es einfach übertreibt?

Wenn er beispielsweise ausrastet und herumschreit? Oder wenn alles, was Sie machen nicht gut genug ist? Oder Sie Kindermädchen für Ihren Chef spielen müssen, da er alles vergisst oder verliert?

 

Wenn Sie etwas an der Situation ändern möchten, müssen Sie es selbst in Angriff nehmen! Im Folgenden möchten wir Ihnen sechs Cheftypen aufzeigen und wie Sie auf sie reagieren.

 

(1)     Der Choleriker

„Ein jähzorniger, leicht erregbarer Mensch“, so definiert das Wörterbuch einen Choleriker. Das Alleinstellungsmerkmal des Cholerikers ist, dass er unvermittelt losschreit und bei der kleinsten Gelegenheit komplett ausrastet. Wenn er seinen Ärger rausschreien möchte, ist ihm ziemlich egal, wer noch mit im Raum ist, der Choleriker schreit raus was und wann ihm gerade der Sinn danach ist.

Am besten Sie reagieren mit Gelassenheit! Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder aus der Ruhe bringen. Auf gar keinen Fall sollten Sie emotional reagieren oder sich auf Diskussionen einlassen. Warten Sie, bis der Ihr Vorgesetzter fertig gebrüllt hat, schlagen Sie ihm einfach vor, das Gespräch zu verschieben und verlassen Sie den Raum. Dadurch ändern Sie Ihren Chef zwar nicht, jedoch schonen Sie Ihre Nerven und darauf kommt es in solch einer Situation an.

 

(2)     Der Undankbare [ds_preview]

„Nichts gesagt ist Lob genug“. Dieser Leitsatz scheint tief in den Köpfen einiger Vorgesetzter verankert zu sein, da ein einfaches „Danke“ oder ein anerkennendes Lächeln zu viel verlangt zu sein scheint.

Meist wirkt eine undankbare Person gleichgültig auf andere. Egal was Sie machen, alles wird als selbstverständlich angesehen und nicht gewürdigt. Wenn man über längere Zeit ohne Anerkennung das Büro verlässt, wird man über kurz oder lang schlicht demotiviert und hat keine Lust mehr. Deshalb sollten Sie sich Ihre Anerkennung einfach direkt abholen. Das können Sie auf verschiedene Weise tun: Legen Sie einfach Ihre Unterlagen direkt vor seiner Nase auf den Schreibtisch und bleiben sie so lange stehen, bis ihr Chef Ihnen und den Unterlagen Beachtung schenkt. Fragen Sie ihn  direkt, ob Sie zu seiner Zufriedenheit gearbeitet haben. Wenn die Sichtung der Unterlagen auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wird, bleiben Sie hartnäckig und haken einfach später nach, ob alles in Ordnung war.

 

(3)     Der Perfektionist

Wenn Sie schon denken, dass alles zu 100% stimmen muss, kommt immer einer daher, der meint es noch besser zu wissen. Wenn dieser „eine“ Ihr überkorrekter Chef ist, ist dies natürlich zu Ihrem Leidwesen. Diese perfektionistische Genauigkeit kann auch schnell als Schikane empfunden werden: Sie können noch so genau arbeiten, die Anforderungen Ihres Chefs scheinen Sie nie zu erreichen.

Zwar ist das sehr entmutigend, doch sollten Sie deshalb nicht anfangen, Ihre Arbeit halbherzig zu erledigen. Damit bieten Sie Ihrem Vorgesetzen eine Angriffsfläche. Er wird Ihre Kompetenzen in Frage stellen. Gehen Sie gemäß dem Motto „challenge excepted“ an die Arbeit. Es kann hilfreich für Sie sein, so viele Informationen wie möglich über die Aufgabe heraus zu bekommen, denn oftmals hat Ihr Vorgesetzter schon eine ganz genaue Vorstellung vom Endergebnis.


(4)     Der Chaot

Das genaue Gegenteil vom Perfektionisten ist der Chaot. Wenn man selbst sehr strukturiert  arbeitet, ist nichts schlimmer als einen Vorgesetzten zu haben, welcher Ihre komplette Struktur über den Haufen wirft. Er vergisst beispielsweise Termine, plant ohne Kopf und macht es für Sie nicht ersichtlich, wie er arbeitet.

Für Sie ist es wichtig, dadurch nicht in Hektik zu geraten, wenn bspw. mal wieder Unterlagen verschwinden oder Termine verplant werden. Seien Sie Ihrem Chef eine Hilfe und sagen Sie ihm jedes Mal aufs Neue, wo Sie ihm die Unterlagen hinlegen und wann genau die Termine stattfinden. Achten Sie darauf, dass er nicht einfach nur  nickt und „ja“ sagt, sondern Sie und die Unterlagen bewusst wahrnimmt. Verwenden Sie deshalb vielleicht von nun an auffällige, bunte Mappen und Klarsichthüllen. Diese legen Sie in eine Mappe auf deren Oberseite ein Inhaltsverzeichnis aufgedruckt ist und ordnen die jeweiligen Dokumente dort ein. Somit wissen Sie immer, was Sie ihm gegeben haben, und er, was er haben müsste.

 

(5)     Das Weichei

Ihr Chef ist freundlich und zuvorkommend, hat immer ein offenes Ohr und ist bevorzugt unter den jungen Chefs anzutreffen. Er ist wie der nette Nachbar von nebenan der immer für eine Unterhaltung gut ist und immer für seine Mitarbeiter da ist. Meist ist er aber nicht lange Chef, weil er sich schwer damit tut, klare Anweisungen zu gebean. Um seinen Mitarbeitern nicht zu viel zumuten zu müssen, erledigt er es lieber selbst.

Sagen Sie nicht immer wieder: „wird erledigt“ und „mache ich“ wenn Sie mal wieder dazu benutzt werden, Ihrem Chef die Entscheidung abzunehmen. Machen Sie es Ihm nicht zu einfach, denn schließlich ist ER der Chef! Zu wenig Durchsetzungsvermögen führt unweigerlich dazu, dass seine und auch Ihre Autorität in Frage gestellt wird

 

(6)     Der Hektiker

Es gibt in der Regel zwei Gründe warum man in Hektik verfällt: Entweder man setzt sich selbst zu großem Stress aus aufgrund, wird hektisch und macht Flüchtigkeitsfehler, oder man wird von einer anderen Person (beispielweise Ihrem Chef) angesteckt. Er rennt regelrecht ins Büro und im Vorübergehen schlägt er Ihnen die Aufgaben des Tages um die Ohren. Bei Meetings erscheint er in der Regel eher unvorbereitet, da es in all der Hektik einfach unter geht sich darauf vor zu bereiten.

Das Wichtigste für Sie ist, sich nicht von dieser Hektik anstecken zu lassen. Bleiben Sie ruhig und gelassen. Wenn Ihnen malwieder eine Aufgabe im Vorbeigehen zugeteilt wird, warten Sie auf die Rückkehr Ihres Chefs und fragen nochmals nach, was genau Sie für Ihn machen sollen. Damit können Sie ihm signalisieren, dass seine Hektik keine Vorteile erbringt. Und wenn doch mal wieder Hektik seitens Ihres Chefs aufkommt, sagen Sie Ihm, dass er sich auf Sie verlassen kann und Sie alles im Griff haben. Wenn er diesen Hinweis versteht, wird er hoffentlich ruhiger werden.

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