Führungsstile

Führungsstile

 

Durchstöbert man Fachliteratur über Management, stößt man auf zahlreiche Beschreibungen verschiedener Führungsstile.

Der Mensch neigt bekanntlich zum Schubladendenken, doch sollte bewusst betrachtet werden, dass Menschen – selbst Führungskräfte – Individuen sind und eine Kategorisierung nie zu hundert Prozent übernehmbar ist.

 

Trotzdem ist es wichtig, sich mit den Grundmustern der unterschiedlichen Führungsstile auseinanderzusetzen: Zum einen befähigt Sie das, mögliche Arbeitgeber einigermaßen wirklichkeitsnah einzuschätzen, zum anderen kann dieses Wissen Ihnen bei einem Bewerbungsgespräch sehr nützlich sein. Folgende Klassifikation zeigt Ihnen die bekanntesten Führungsstilmuster auf.

 

(1)     Die Laissez-Faire-Führungskraft (franz. „machen lassen“)

Der Chef hält sich weitgehend aus den Angelegenheiten seiner Mitarbeiter heraus und lässt diese selbst entscheiden, was sie wann in welcher Form erledigen. Häufig hat eine solche Führungskraft keine Zeit und / oder Lust, sich mit seinen Mitarbeitern und ihren Aufgaben auseinanderzusetzen.

 

(2)     Die autoritäre Führungskraft

Die Führungskraft hat hier die „Macht“: Sie weist die Mitarbeiter an, trifft Entscheidungen nach eigenem Ermessen und kontrolliert sein Team. Anerkennung gibt es nur auf finanzieller Ebene, da ein solcher Chef keine andere Arbeitsmotivation derartig wertschätzt.

 

(3)     Die kollegiale Führungskraft

Ein kollegialer Chef legt Wert darauf, kameradschaftlich mit seinen Mitarbeitern umzugehen. Einerseits ist dies von Vorteil für den Zusammenhalt, den Umgang und die Informationsweitergabe, andererseits kann jedoch der Chef seine Stellung als Autorität verlieren, worunter die Arbeit leidet.

 

(4)     Die bürokratische Führungskraft

Bürokratische Führungskräfte sind oft im Verwaltungssektor beschäftigt. Sie haben ein ausgeprägtes Fachwissen, halten sich an Regeln und Normen und vertreten einen autoritären Stil.

 

(5)     Die demokratische Führungskraft

Mit einer demokratischen Führungskraft werden Entscheidungen offen im Team besprochen. Kommt es zu keiner Einigkeit, entscheidet der Wunsch der Mehrheit. Darüber hinaus koordiniert ein demokratischer Chef seine Mitarbeiter.

 

(6)     Die kooperative Führungskraft

Ein kooperativer Chef arbeitet gut mit seinem Team zusammen. Die Mitarbeiter werden über ausstehende Entscheidungen informiert und in den Prozess der Entscheidungsfindung einbezogen: ihre Meinung wird anerkannt. Bei einer kooperativen Führung werden die Mitarbeiter wertgeschätzt und nur wenig gesteuert oder gar kontrolliert. Häufig wird dieser Führungsstil als der vielversprechendste angesehen, da Mitarbeiter in wichtige Schritte der Firma einbezogen werden und so die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln.

 

 

Management by Objectives

= maßgeschneidertes, individuelles Führungskonzept

Aus sachlich-formalen sowie verhaltensorientierten Faktoren der Führung werden Handlungsempfehlungen erstellt. Mitarbeiter und Vorgesetzte bestimmen die Ziele, wobei die Mitarbeiter für die Organisation und Durchführung entsprechender Aufgaben autorisiert werden. Die Mitarbeiter tragen die Verantwortung dafür, wie die Aufträge erledigt werden

Grundgedanken:

  • Orientierung am Ziel
  • Evaluation des Ziels
  • Beteiligung der Mitarbeiter bei Zielvereinbarung
  • Evaluation der Leistung, Gegenüberstellung von Soll und Ist

 

Beurteilung der Führungsstile

Einen Führungsstil rational zu beurteilen ist kaum möglich. Zu sehr hängt die Wirkung einer Führungsform vom Charakter des Chefs, von den Mitarbeiterpersönlichkeiten, den Umständen, der Größe und der momentanen Situation des Unternehmens ab. Je besser beispielsweise die Leistungen sind, die das Team selbstständig erbringt, desto weniger Koordination bedarf es seitens des Vorgesetzten. Sind die Mitarbeiter jedoch noch unerfahrener, der Chef vielleicht vom Charakter her sehr zuvorkommend, so kann sich ein völlig anderer Führungsstil entwickeln.

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