Die Betreuung des Nachwuchses

Den Nachwuchs einführen
Der Auswahlprozess ist beendet und die neuen Auszubildenden stehen im Unternehmen. Nun soll der Start zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit gelingen.

Oftmals ist es hilfreich, wenn sich zügig eine Routine einstellt und der Arbeitsalltag möglichst reibungslos vonstatten gehen kann. Um eine professionelle Betreuung gewährleisten zu können gibt es drei goldene Regeln:

 

(1)    Regelmäßige Gespräche

Vor allem in der Anfangsphase sind regelmäßige Gespräche mit dem Azubi notwendig und sinnvoll. Dadurch können entstehende Probleme oder Unklarheiten sofort beseitigt werden. Auch erleichtern diese Gespräche den Einstieg für den Azubi in das Berufsleben: Zum einen das Wissen, einen Ansprechpartner zu haben, und zum anderen selbst nachvollziehen zu können, ob die eigene Arbeit den erwarteten Anforderungen und Wünschen entspricht, kann sich positiv auf die Arbeitsleistung der Neulinge auswirken.

Hilfreich ist es auch, wenn Gesprächstermine einen Rhythmus annehmen. Beispielsweise könnte nach dem ersten Arbeitstag ein kurzes Gespräch erfolgen, dann nach einer Woche und schließlich einmal im Monat. Natürlich bedeutet dies nicht, dass keine Gespräche zwischendurch geführt werden sollen. Im Gegenteil, eine entsprechende Flexibilität bezüglich des Gesprächsbedarfs ist notwendig, zum Bespiel wenn Schwierigkeiten auftreten oder ein Abteilungswechsel ansteht.

Für ein erfolgreiches Gespräch ist die Vorbereitung das A und O. Ausbildungsnachweise können beispielsweise als Leitfaden dienen und Unklarheiten gleich geklärt werden. Von wichtigen Gesprächen sollte ein kurzes Protokoll angefertigt werden, das ermöglicht auch später noch einmal den Gesprächsinhalt durchzugehen bzw. nachzuweisen.

 

(2)    Selbst- und Fremdbeurteilungen

Jeder Abteilungsleiter sollte eine regelmäßige schriftliche Beurteilung des Azubis abgeben. Wie sind die Leistungen? Was gefällt einem besonders an der Arbeit des Azubis, was ist verbesserungswürdig? Sollten bestimmte Lerninhalte nochmals aufgearbeitet werden? Gleichzeitig sollte auch der Neuling selbst eine Beurteilung abgeben, die dieselben oder ähnliche Fragen stellt.

Die Beurteilungsbögen können als Gesprächsvorlage dienen und sollten gemeinsam Punkt für Punkt durchgegangen werden. Dabei kann die jeweilige Selbst- und Fremdbeurteilung verglichen werden. Bei großen Differenzen könnte es sinnvoll sein den Abteilungsleiter in das Gespräch mit ein zu beziehen. Nach dem Gespräch sollten die Beurteilungsbögen von allen Beteiligten unterschrieben werden.

Es ist zu empfehlen, mit den Azubis und Abteilungsleitern einen monatlichen Termin (zum Bespiel den zweiten Mittwoch jedes Monats) auszumachen, bis dahin sollten die Beurteilungen ausgefüllt abgegeben worden sein.

 

(3)    Förderung durch Projekte

Um zu erfahren, welches Potential sich unter den neuen Mitarbeiter verbirgt, wäre es interessant kleine Projekte anzuregen. Dies bereitet den Neulingen viel Spaß und fördert das selbstständige Arbeiten. Jedoch dürfen sie mit dieser Aufgabe nicht überfordert sein, deshalb muss zuvor genau abgeklärt werden, in welchem Rahmen welche Ziele gesetzt werden. Eine regelmäßige Erkundigung nach dem Stand der Dinge fördert zudem eine interaktive Zusammenarbeit.

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Sehen Sie hierzu auch: CHECKLISTE: Neue Mitarbeiter

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