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Wie Ihr Unternehmen gegen Workaholismus vorgehen kann

Workaholismus
Wie schwerwiegend sich die Sucht nach Arbeit auswirken kann, sieht man in Japan: Dort gibt es bereits eine eigene Bezeichnung für den Tod durch Überarbeitung, den so genannten „Karoshi“.

Jedes Jahr arbeiten sich dort etwa zehntausend Menschen buchstäblich zu Tode. Damit es in Deutschland nicht so weit kommt, müssen vor allem Unternehmen aufgeklärt werden und vorbeugen.

 

Auch wenn eine Arbeitssucht zunächst für ein Unternehmen dienstlich klingt, ist es das nicht. Ganz abgesehen von den körperlichen Folgen der Überarbeitung wird ein betroffener aggressiv,  verurteilt andere, leidet an Konzentrationsschwäche und arbeitet zunehmend schlechter. Ein wirtschaftlicher Vorteil ist also eine Illusion.

 

Folgende Aspekte sollten stets bei der Personalwirtschaft berücksichtigt werden, da sie sich suchtfördernd auswirken können:

  • Bei der Personalauswahl sollten besonders Bewerber mit herausragender Leistungsbereitschaft bezüglich einer potenziellen Arbeitssucht beobachtet werden.
  • Bei der Personalentwicklung sollten Leistungsansprüche stets realistisch gehalten werden.
  • Es sollten neue Maßnahmen zur Personalerhaltung entwickelt werden. Die meisten fördern das Konkurrenzdenken der Mitarbeiter.
  • Es sollte nicht nur den subjektiv Leistungsstärksten die Möglichkeit gegeben werden, befördert zu werden und sich weiterzuentwickeln.
  • Zielvereinbarungen mit Mitarbeitern (Achtung beim Mitarbeitergespräch!) sollten immer realistisch und durchführbar sein.
  • Mitarbeiter sollten stärker in die Gestaltung des Arbeitsprozesses einbezogen werden.
  • Arbeitszeiten sollten klar geregelt werden, ebenso Überstunden und das Gehalt.
  • Arbeitsverträge sollten nur auf kurze Zeit befristet ausgestellt werden und wenn möglich stets unbefristet.

Symptome: 

  • hoher Blutdruck
  • Herzbeschwerden
  • nervöser Magen
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus (ständiges Pfeifen im Ohr)

Die Symptome führen dazu, dass man öfter krankheitsbedingt ausfällt. Die psychischen Folgen einer Arbeitssucht sind meist ein Burnout. Machen Sie dazu unseren Test: Sind Sie burnoutgefährdet?

Die Gedanken des Betroffenen kreisen ständig um die Arbeit und er kann sogar am Abend oder an Wochenenden nicht abschalten. Das schadet daher sehr seinen sozialen Kontakten wie dem festen Partner, Freunden und Familie, da diese zu kurz kommen.

Wie soll ich mich verhalten?

  1. Einen Überblick verschaffen: Überlegen Sie sich selbst und ihren Umkreis, welche Denk- und Verhaltensweisen im Augenblick Ihren Alltag bestimmen.
  2. Nach den Ursachen suchen: Stellen Sie sich hierzu die Frage: Was würde ich machen, wenn ich jeden Tag nur 8 Stunden arbeite und die Wochenenden komplett frei habe? Mit was würden Sie sich beschäftigen, wie würden Sie sich fühlen und würde Ihnen etwas fehlen?
    Generell ist es so, dass wir die Verhaltensweisen bevorzugen, die uns einen Gewinn oder Vorteil versprechen.  Dabei muss Ihnen aber auch bewusst sein, dass Sie soziale Nachteile in Kauf nehmen.
  3. Was könnte die Ursachen sein?
  • Konflikte mit sozialem Umfeld vermeiden und davor weglaufen
  • Selbstwertgefühl steigern
  • Aufmerksamkeit, Lob und Anerkennung bekommen
  • sich ablenken, wenn man sich vielleicht leer fühlt
  • mit einer Lebenskrise klar kommen (Trennung, Verlust)
  • Sinn des Lebens finden
  • Versagensangst zu mildern

4.  Akzeptieren Sie Ihr Problem: Besonders Perfektionisten wird dieser Schritt wohl schwer fallen, aber es ist ganz wichtig, sich einzugestehen, dass man etwas           an seiner eigenen Verhaltensweise ändern muss. Aber statt sich für diese Verhaltensweisen zu verurteilen, entscheiden Sie sich doch einfach dafür in                         Zukunft alles zu tun, damit sich etwas daran ändert.

5.  Alternative Verhaltensweisen suchen: Mit der Entscheidung sich nun mehr der Familie, Freunden oder dem Partner zuzuwenden ist es leider noch nicht                 getan. Sie müssen vor allem lernen ihr Selbstwertgefühl zu stärken, damit Sie nicht so abhängig von Anerkennung und Lob anderer sind. Gehen Sie aktiv auf           die Suche nach einem Hobby, dass Sie ausfüllt und geben Sie sich selbst Anerkennung dafür.

6.  Werteliste erstellen: Schreiben Sie sich Werte auf, die Ihnen im Leben wichtig sind. Beispielsweise Liebe, Gesundheit, Lebensfreude, Spaß, Freundschaft                 und auch beruflicher Erfolg und finanzielle Sicherheit gehören dazu, jedoch in einem gesunden Maß.

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