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Warum Sie häufiger lachen sollten!

Lachen
Wenn uns etwas amüsiert, müssen wir unweigerlich darüber lachen. Dadurch wird das limbische System erregt, welches im Gehirn eine wichtige Rolle bei der Bewertung und Entstehung von Emotionen spielt.

Herzhaftes Lachen aktiviert außerdem stark die Lachmuskeln und lässt die Stimmbänder schwingen. Auch schnellt der Puls nach oben, die Haut wird stärker durchblutet und die Atmung wird gesteigert. Und natürlich: Lachen macht gute Laune!

 


Aber wie macht Lachen glücklich?

Lachen trägt zum Abbau von Stress bei, setzt Glückshormone frei, stärkt das Immunsystem und kann sogar Schmerzen lindern. Mittlerweile gibt es zahlreiche Ratgeber zum Thema lachen und sogar Kurse, in welchen Menschen miteinander lachen, kichern und schmunzeln. Nachdem wir herzhaft gelacht haben, sinkt unser Blutdruck und die Stresshormon Kortisol und Adrenalin  werden abgebaut. Die Folge: Eine Entspannungsphase für den Körper beginnt.  Manche Wissenschaftler behaupten, dass wenige Minuten lachen sogar dieselben Effekte habe wie zwanzigminütiges Laufen: Nämlich die An- und Entspannung von Muskeln und Ausschüttung von Glückshormonen. Neurologin Barbara Wild weist jedoch darauf hin, dass die Auswirkungen von Lachen davon abhängt, aus welchem Grund wir lachen. So muss das Lachen aus Freude oder Witz von dem Lachen aus Verlegenheit oder Schadenfreude unterschieden werden. Letzteres hat laut der Wissenschaftlerhin nicht den entspannenden Effekt. Auch ist letztendlich nicht vollständig geklärt, was für Stoffe es sind, die uns glücklich machen – letztendlich ist jedoch vor allem wichtig, dass sie es tun!

 

Rezeptfrei und wirksam: Lachen bei Schmerzen

Wie Endorphine und Ekephaline auch scheint auch Lachen schmerzlindernde Effekte zu haben. Studien haben bewiesen, dass Schmerzen vermindert wahrgenommen werden, wenn aus gelacht wird. Wissenschaftler der Oxford University fanden heraus, dass fünfzehn Minuten lachen die Empfindung von Schmerzen um ein Zehntel reduziert. Die Forscher führen das auf die Aktivierung von Endorphinen, also körpereigenen Botenstoffen, zurück. Neurologin Barbara Wild erklärt sich dies anders: Lachen sorgt für Ablenkung. Das Gehirn wird anderweitig beansprucht und lässt weniger Raum für negative Gefühle und Emotionen.

 

Negative Gedanken

Nicht nur für die körperliche Gesundheit ist Lachen förderlich, auch der psychischen Gesundheit tut Lachen gut. Betrachten wir Schwierigkeiten und Hindernisse mit Humor, lassen sich schneller negative Gedankenkreise und Grübelspiralen durchbrechen, auch Angstzustände werden effektiv vermindert. Ein kuriose, aber effektive Therapieform: Einfach einmal einen lustigen Film ansehen! Nach Neurologin Wild kann dieser dabei helfen, die Gedanken von negativen Inhalten weg in eine andere Richtung zu leiten. Wenn gelacht wird, tritt der menschliche Intellekt in den Hintergrund und stattdessen wird die rechte Gehirnhälfte aktiviert – innere Anspannungen können sich ebenso lösen wie eingefahrene Denkmuster. Der Kopf hat dann Raum für neue Perspektiven. Sogar in Krankenhäuser sind ab und an Clowns anzutreffen, mit dem Ziel, die kalte Atmosphäre des Krankenhauses aufzulockern und die Patienten zum Lachen zu bringen. Insbesondere Kinder werden, so Psychologe Michael Titze, schneller gesund und haben so einen kürzeren Aufenthalt in der Klinik.  Ein möglicher einspielender Faktor scheint es zu sein, dass Lachen das Immunsystem stärkt. Bei einigen Teilnehmern einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Anzahl von Immunzellen und bestimmten Botenstoffen nach dem Ansehen eines lustigen Filmes anstieg. Da diese Forschungsergebnisse jedoch nicht repliziert werden konnten, bleibt ein klares Forschungsergebnis abzuwarten.

 

Soweit, so gut – aber was bringt uns eigentlich zum Lachen?

„Schadenfreude ist die größte Freude“ – das Sprichwort scheint zu stimmen, denn am liebsten lacht der Mensch, wenn er seine Mitmenschen bei etwas Unerwartetem oder Peinlichem beobachten kann. Professor Titze erklärt, dass ausgiebiges Lachen das Kind im Menschen hervorbringt und der Verstand die Kontrolle verliert.  Dagegen meint die Neurologin Barbara Wild, dass der Mensch sich beim Ausleben der Schadenfreude überlegen fühlt und so sein Selbstwertgefühl stärkt.
Auch Witze finden wir lustig: Forscher Richard Wiseman versuchte, den lustigsten Witz der Welt zu finden. Ein Ding der Unmöglichkeit, denn jeder findet etwas anderes lustig. Wiseman fand jedoch heraus, dass Frauen es lustig finden, wenn Männer in einem Witz unvorteilhaft dargestellt werden, die Deutschen lachen gerne über die Ostfriesen, wie die Engländer über die Iren. Witze finden wir vor allem dann lustig, wenn sie ein unerwartetes Ende nehmen – die sogenannte Pointe – oder wenn der Leser sich gegenüber der Figur des Witzes überlegen fühlen kann.
Nach einer Untersuchung, in welcher rund zwei Millionen Menschen aus 40.000 Witzen den lustigsten wählen sollten, wurde folgender Witz zum witzigsten gewählt:

Einige Jäger gehen durch den Wald, als einer von ihnen plötzlich zusammenbricht. Er scheint nicht zu atmen, seine Augen sind glasig. Ein anderer Jäger greift zu seinem Mobiltelefon und betätigt den Notruf. ‚Mein Freund ist tot. Was soll ich tun?‘, fragt er in Panik. ‚Ganz ruhig‘, bekommt er zur Antwort. ‚Überzeugen Sie sich zunächst, dass er wirklich tot ist.‘ Stille, dann ist ein Schuss zu hören. Der Jäger fragt: ‚Gut, was jetzt?‘

 

Lachen hält zusammen – von Geburt an

Auch die gesellschaftliche Komponente vom Lachen darf nicht unterschätzt werden. Lachen wird als sozialer Klebstoff bezeichnet: Wer gemeinsam lachen kann, ist sich meistens auch sympathisch, verbringt bevorzugt Zeit miteinander und befindet sich auf derselben Wellenlänge. Die Fähigkeit zum Lachen ist außerdem angeboren – schon von Geburt an ahmt das Baby das Lächeln der Mutter nach. Leider vermindern gesellschaftliche Regeln und Normen das Lachen mit dem Erwachsenwerden.

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