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Multitasking – ein Phänomen?

Multitasking
„Das geht schon – ich bin multitaskingfähig!“ – immer weiter hat sich der Trend durchgesetzt, „multitaskingfähig“ sein zu müssen.

Mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit erledigen – das kann doch nur gut sein, oder nicht? Auch wenn das Schlagwort Multitasking noch weitgehend positiv besetzt ist und es erstrebenswert zu sein scheint, multitaskingfähig zu sein: Neuste Forschungen bringen gegenteilige Ergebnisse hervor.

 

Multitasking ist im ursprünglichen Sinn ein Begriff aus der IT-Branche. Es bezeichnet das parallele Ausführen mehrere Aufgaben, fachlich gesprochen „tasks“ eines Computers. So kann die Kapazität des Prozessors optimal genutzt werden. Nun sind wir Menschen jedoch keine Computer – trotzdem scheint sich das Bild von Multitasker auch in unser Menschenbild festgebrannt zu haben. Kaffee trinken, eine Hand an der Tastatur, die andere am Telefon, dazu noch ein Gespräch mit dem Schreibtischnachbarn – und da soll man noch hinterherkommen?

 

Warum Multitasking das Gegenteil bewirkt

Es passt zu unserer modernen Welt: das Bild des Menschen als unermüdliche Maschine, die alles Mögliche gleichzeitig erledigen kann und damit noch ihre Produktivität steigert.  Aktuelle Forschungsergebnisse belegen leider das Gegenteil: Wenn wir Menschen versuchen, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, können wir in keinem Fall beide Aufgaben gut erledigen. Wissenschaftler fanden heraus, dass je nach bearbeiteter Aufgabe ein bestimmtes Zentrum im Gehirn aktiv wird – wird eine andere Aufgabe zusätzlich angefangen, aktiviert sich ein anderes Zentrum im Gehirn, wobei die Aktivität des zuvor erregten Hirnareals um mehr als die Hälfte reduziert wird.

Auch konnten kalifornische Wissenschaftler nachweisen, dass Menschen, die häufig „multitasken“, also häufig zwischen vielen Aufgaben und Medien wechseln, leichter ablenkbar waren als jene, die es bevorzugen sich nur auf eine Aufgabe oder ein Medium zu konzentrieren. Die Folge: Multitasker lassen sich leichter von Ihren Aufgaben abbringen und haben Schwierigkeiten damit, wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen. Auch fällt es ihnen schwerer, ihre Konzentration auf eine neue Aufgabe zu richten. Dementsprechend benötigen die Multitasker für die Bewältigung einer Aufgabe mehr Zeit als die Gruppe der „Monotasker“.  Ein weiterer Grund, das Multitasking aufzugeben: In Studien konnte nachgewiesen werden, dass beim Multitasking vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden.

Auch Informationen, die sie in ihrem Kurzzeitgedächtnis behalten hatten, konnten die überzeugten Multitasker schlechter in wichtige und unwichtige einteilen. Sie brauchten sogar länger, um zwischen den Tätigkeiten hin und her zu wechseln. Das überrascht umso mehr, wenn man bedenkt welche wichtige Rolle das schnelle Hin-und Herwechseln beim Multitasking übernimmt. Man vermutet, dass es solchen Menschen auch schwer fällt, einen freien Kopf zu bekommen, da Sie immer darüber nachdenken, was Sie gerade getan haben, wenn Sie sich mit einer anderen Sache nebenbei beschäftigen. Außerdem werden Sie denken, was Sie jetzt noch tun werden, da kein geregelter Ablauf in Ihrer Handlung vorhanden ist. Das verschlechtert damit auch Ihre Denkleistung.


Step by step

Die Forschung ist sich einig: Multitasking ist sinnvoll für Computer, nicht jedoch für Menschen. Wir können unsere Konzentration nicht auf mehrere Dinge gleichzeitig richten, sondern lediglich mit unserer Aufmerksamkeit hin- und herwechseln. Diese Wechsel kosten jedoch sowohl Zeit als auch Energie! Bleiben Sie also dabei, eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen – dabei kann Ihnen eine Prioritätenliste helfen. Auch sollten Sie darauf achten, möglichst Ablenkungen zu vermeiden. Auf diesem Weg können Sie Ihre Konzentration langsam steigern und die Effektivität und Produktivität Ihrer Arbeit fördern!

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