Wenn mit dem Urlaub die Grippe kommt

Wenn mit dem Urlaub die Grippe kommt


Es passiert nur allzu häufig: nach vielen nervenaufreibenden Wochen beginnt der wohlverdiente Urlaub, doch kaum lässt der Stress nach macht sich auch schon der erste Schnupfen breit.

Nicht selten endet dieses Szenario mit einem schlimmen Infekt im Bett. Soll das etwa Ihr Urlaub gewesen sein?

 

(1)     Informieren Sie Ihren Arbeitgeber!
Sie können Ihre Urlaubstage retten, wenn Sie Ihrem Arbeitgeber und Ihrer Krankenkasse (bei gesetzlich versicherten) rechtzeitig Bescheid geben. Wenn Sie sich an die Vorschriften halten, werden Ihre „Urlaubstage“ als Krankentage gewertet und Sie können Ihren Urlaub nachholen – hoffentlich gesund!

 

(2)     Das Entgeltfortzahlungsgesetz
Das Entgeldfortzahlungsgesetz gilt im Krankheitsfall. Bis zu einer Dauer von sechs Wochen haben Sie als Arbeitnehmer Anspruch auf die vollständige Fortzahlung Ihres Lohns. Geregelt ist dies im EFZG (Entgeltfortzahlungsgesetz), welches unter anderem die Lohnzahlung im unverschuldeten Krankheitsfall festlegt. Achtung: Häufig haben Unternehmen diesbezüglich erweiterte Klauseln in ihren Verträgen formuliert. Diese gelten vor den allgemeinen Gesetzen!

 

(3)     Informationspflicht
Als Arbeitnehmer sind Sie verpflichtet, Ihren Vorgesetzten schnellstmöglich über Ihre Krankheit zu unterrichten. Auch müssen Sie Ihn in Kenntnis darüber setzen, wie lange Sie arbeitsunfähig sein werden. Sind Sie länger als drei Tage dienstunfähig sind, müssen Sie einen Arzt aufsuchen und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) bei Ihrem Arbeitgeber vorlegen. Bei einer Krankheitsdauer von höchstens drei Tagen ist dies nicht notwendig.

 

(4)     Was sonst interessant für Sie ist

  • Sie haben nur dann Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn die Krankheit nicht von Ihnen als Arbeitnehmer verschuldet wurde.
  • Auch bei der Entgeltfortzahlung zahlen Sie regulär Steuern und Versicherungsbeiträge.
  • Nach den sechs Wochen, in welchen Sie Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, übernimmt die Krankenkasse das Krankengeld. Sie müssen trotzdem regulär die ärztlichen Atteste beim Arbeitgeber einreichen.
  • Erkranken Sie als Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres erneut an einer gleichen Krankheit, werden diese Tage dazugezählt (außer wenn der Arbeitnehmer zwischen den Krankheitsfällen für mindestens sechs Monate dienstfähig war).
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