Repetitive Strain Injury

repetitive strain injury

 

Sie sitzen stundenlang vor dem Computer, starren auf den Monitor und bedienen die Maus und Tastatur unzählige Male.

Neben den Kopf-, Nacken- und Rückenbeschwerden, die ein unpassend gestalteter Arbeitsplatz mit sich bringen kann, ist der sogenannte „Mausarm“ eine typische Büroerkrankung. Was genau das ist und wie Sie ihn vorbeugen können, zeigen wie Ihnen hier.

 

(1)     Was ist der „Mausarm“ und wie entsteht er?

Was ist das?

  • Fachlich bezeichnet: „RSI-Syndrom“
    • „Repetitive Strain Injury“ = Verletzung aufgrund wiederholter Belastung
  • Sammelbegriff für schmerzliche Erkrankungen in Hand und Unterarm
    • Ruhe- und Bewegungsschmerz, Sehnenscheidenentzündungen, Kraftverluste, Überbein, …

Woher kommt’s?

  • Schnelle, einseitige und stereotype Bewegungen der Hand führen zu kleinsten Verletzungen in Hand und Unterarm
    • Folge: Gewebeveränderungen und Bildung von Narbengewebe
  • Auch wenn die Finger beim Klicken und Tippen am meisten beansprucht sind, können die Verletzungen sich bis hin zum Ellenbogen bemerkbar machen (Belastung betrifft vorrangig Muskeln und Sehnen, die die Finger bewegen!)

 

(2)     Warum auch die Tastatur oft ein Schädling im Büro ist

  • Herkömmliche, gerade geformte Tastaturen bewirken eine ungesunde Sitzposition
    • Folge: Schultern ziehen sich zusammen, Nacken-Schulterbereich verkrampft
  • Handgelenkte werden häufig ungünstig verdreht oder abgeknickt
    • Folge: Blutbahnen am Handgelenk werden verengt und Sehnen und Nerven werden eingeklemmt

–> Auch hier kann es zu Entzündungen und Verletzungen kommen!

 

(3)     Wie erkenne ich, ob ich gefährdet bin?

Sollten Sie sich unter mehreren der folgend genannten Symptomen wiederfinden besteht die Möglichkeit, dass Sie eine „RSI“ entwickeln.

  • Kalte und schmerzende Hände
  • Bewegungsschmerz
  • Ruheschmerz
  • Krämpfe in Hand- und Unterarmmuskeln
  • Sehnen(-scheiden)entzündungen
  • Kraftverlust
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Gefühl von Taubheit oder Spannung in Hand und Unterarm

 

(4)     Was kann ich zur Vorbeugung tun?

Mausbenutzung

  • Werden Sie sich Ihrer Haltung bewusst und verbessern Sie diese gegebenenfalls!
  • Halten Sie die Maus nah bei Ihrem Körper.
  • Lassen Sie Ihren Arm entspannt
  • Halten Sie die Maus nicht auch dann fest, wenn Sie sie gar nicht brauchen.
  • Drehen Sie nicht das Handgelenk der Hand, die die Maus bedient.
  • Reduzieren Sie die Doppelklick-Geschwindigkeit Ihrer Maus:
    • „Start“ –> „Systemsteuerung“ –> „Maus“
  • Eignen Sie sich Shortcuts an!
  • Idealerweise erwerben Sie eine ergonomisch geformte Maus:
    • Der Teil am Handballen sollte rund geformt sein
    • Mausoberseite mittig gewölbt
    • Hintere Maushälfte höher als die vordere
    • Vorderer Teil der Maus ist breiter, damit die Finger gespreizt werden können

 

Alternativen zur Maus

  • Track-Ball: Gehäuse mit eingelassener Kugel, mit welcher der Cursor gesteuert wird. Gehäuse steht fest auf dem Tisch.
  • Touch-Pad: Computer mit berührungsempfindlicher Oberfläche. Cursor wird gesteuert, indem die Fingerspitzen auf der Fläche bewegt werden.
  • Stiftmaus: Werden gehalten wie ein herkömmlicher Stift. Die Armhaltung wird verbessert.

 

Alternative Tastatur

  • Zweigeteilte Tastatur reduziert die Anspannung im Schulter-Nackenbereich
  • Ständer der Tastatur einklappen: so müssen die Handgelenke weniger stark angewinkelt werden

 

Pausen einbringen

  • Sogenannte „Mikropausen“ sind eine hilfreiche Maßnahme, um RSI vorzubeugen
  • „Mikropausen“: kurz, dafür häufig
  • Pausen und Bewegung „erzwingen“, indem Drucker, Fax etc. ein Stück vom Schreibtisch entfernt steht

 

Übungen

  • Durchblutung der Finger anregen
    • Hände zu Fäusten ballen, kurz anspannen, dann so weit wie möglich spreizen. Wenige Sekunden halten, wiederholen.
  • Handbeuger dehnen
    • Hinstellen und mit Handballen einer Hand auf der Tischkante abstützen; Arm durchstrecken. Dann Körper und Schultern vorsichtig nach hinten bewegen. Sechs Sekunden halten, Arme ausschütteln.
  • Dehnung der Finger
    • Fingerspitzen beider Hände aneinander drücken. Einige Sekunden halten, Finger ausschütteln.
  • Armmuskeln dehnen
    • Vor eine Wand stellen, einen Arm auf Schulterhöhe ausstrecken. Die flache Hand an die Wand legen und den Oberkörper vorsichtig drehen (vom Arm weg). Einige Sekunden halten, wiederholen.
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