Heutzutage kann sich kaum einer mehr ein Leben ohne das
Internet vorstellen. Egal, ob es um Kommunikation, Recherchen, Informationen
oder das Einkaufserlebnis geht. Die Nutzung des Internets ist für uns zur
Selbstverständlichkeit geworden. Das war aber nicht immer so, denn so lange
hat sich das Internet, zumindest als Massenmedium, noch nicht etabliert. Es
gab Zeiten, da war es genauso "normal" wie heute die Internetnutzung, zum
Beispiel zur Kommunikation das Telefon zu nutzen, zur Informationssammlung und
Recherche Bücher zu wälzen oder zum Einkaufen in ein Ladenlokal zu gehen. Hier
einige Eckdaten zur Geschichte des Internet.
Das WWW ist 1992 entstanden. Als Ursprungsjahr des Internets wird aber bereits
das Jahr 1969 angesehen. Damals entwickelte das amerikanische
Verteidigungsministerium ein Computernetzwerk als Kommunikationsnetz. Es
diente dem Ziel der dezentralen Kommunikation, die auch im Falle von Kriegen
nicht gezielt lahm gelegt werden konnte. Im Laufe der Jahre schlossen sich
weitere Einrichtungen aus den Bereichen Militär und Forschung diesem Netzwerk
an.
Anfang der achtziger Jahre wurde dann aufgrund des hohen Datenaufkommens
dieses Netzwerk getrennt. Neue unabhängige wie auch nationale Netzwerke
entstanden. So gelang es auch Universitäten und privaten Unternehmen der
Zugangsbeschränkung des amerikanischen Verteidigungsministeriums zum Internet
zu entgehen.
Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Internet stellte die
Einführung des Standard-Übertragungsprotokolls TCP/IP dar. Es ermöglichte die
Kommunikation der unterschiedlichen Netzwerke miteinander. Da der
netzübergreifende Datenverkehr immer weiter zunahm, wurde es nötig, jedem
Teilnehmer an diesem Netzwerk seine eigene, eindeutige Adresse zuzuweisen. So
entstand 1986 das Domain Adress System. Die Nutzerschaft des Internet bestand
zu diesen Zeiten in erster Linie aus Wissenschaftlern und
Computerspezialisten.
Schließlich kam es 1992 zur Implementierung des neuen Internet Dienstes WWW.
Dieses zeichnete damals, wie auch heute, seine grafische Benutzeroberfläche,
die Hypermediafähigkeit (Dokumentenverknüpfung mittels Links) und die damit
einhergehende hohe Anwenderfreundlichkeit aus. Damit wurde es einem weitaus
größeren Personenkreis möglich, das Internet zu nutzen.
Die explosionsartige Entwicklung der Nutzer- und Angebotszahlen sowie die
zunehmende Kommerzialisierung nahmen ihren Lauf. 1997 konnte Deutschland auf
ca. 10% Internetnutzer blicken. Bis zum Jahr 2001 weitete sich die
Internetnutzerschaft auf ca. 45% aus und im Jahr 2007 sind wir bereits bei
knapp über 60% deutsche Internetnutzer angelangt. So kann zurecht behauptet
werden, dass bereits heute das Internet - ähnlich wie das Massenmedium
Fernsehen - aus kaum einem Haushalt mehr wegzudenken ist.


