Management – BWL

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Die Betriebswirtschaft ist ein ebenso umfangreiches wie komplexes Themenfeld. Daher kann es sehr schnell passieren, dass man in dem Geflecht aus ähnlichen klingenden Begriffen und Kennzahlen den Durchblick verliert.

Damit Ihnen das nicht passiert, können Sie nun Ihre Kenntnisse mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Begriffe der Unternehmensführung auffrischen. So haben Sie auch in der Zukunft bei betriebswirtschaftlichen Fragen den Überblick, damit Sie Ihrem Chef bei jeder Aufgabe kompetent assistieren können.


(1)     Was macht ein Unternehmen eigentlich aus?

Auch wenn sich verschiedene Unternehmen auf den ersten Blick vielleicht nicht ähneln, können Sie diese grundsätzlich in die gleichen Bereiche einteilen: So stellen für jede Art von Geschäftsmodell die Logistik, die Produktion und das Marketing den Kern der Wertschöpfung dar.

In der Logistik geht es darum, dass in Ihrem Unternehmen alle benötigten Mittel ausreichend und auch rechtzeitig zur Verfügung stehen. Dabei wird dieser Bereich von den Mitarbeitern im Einkauf unterstützt, welche mit den Zulieferern Kontakt aufnehmen und möglichst vorteilhafte Konditionen aushandeln. Auf dieser Grundlage wird anschließend innerhalb der Produktion das Produkt Ihres Unternehmens gefertigt. Dieses wird zuletzt durch die Marketingabteilung zu seiner Zielgruppe passend beworben und mit Hilfe der Mitarbeiter des Vertriebs an den Kunden gebracht.

Vielleicht fragen Sie sich, wie es mit einem Unternehmen aussieht, welches nicht direkt zu dem produzierenden Gewerbe gehört? Bei Dienstleistungs- und Handelsunternehmen wird der dem Kunden angebotene Dienst als das Produkt angesehen. Da auch diese Unternehmen dafür Ressourcen benötigen und ihr Angebot dem Kunden schmackhaft machen möchten, spielen die genannten Funktionsbereiche bei jedem Geschäftsmodell eine tragende Rolle.

 

(2)     Wie behält man den Überblick über ein Unternehmen?

Im vorherigen Abschnitt haben Sie die Wertschöpfungskette eines Unternehmens kennengelernt. In der Theorie gestaltet sich diese recht einfach und sehr übersichtlich. Jedoch ist der Prozess der Wertschöpfung in der Praxis eine viel kompliziertere Angelegenheit. Damit Ihr Chef auf eine schlechte Wirtschaftslage schnell reagieren kann, ist es wichtig, dass er alle relevanten Informationen immer zur Hand hat. Diese Aufgabe leistet das Controlling.

So kommt einem Controller die Aufgabe zu, alle wichtigen Geschäftsdaten eines bestimmten Bereiches oder des gesamten Unternehmens für Ihren Chef aufzubereiten. Dabei stellt das interne Rechnungswesen einen wichtigen Teilbereich des Controllings dar, zu dessen nützlichsten Instrumenten die Kosten- und Leistungsrechnung sowie die Investitionsrechnung gehören.

Mit Hilfe der Kosten- und Erlösrechnung lassen sich die anfallenden, namensgebenden Kosten und Erlöse gegeneinander aufrechnen und so das aktuelle Betriebsergebnis bestimmen. Gleichzeitig lässt sich mit Hilfe der Investitionsrechnung die Vorteilhaftigkeit einer Anschaffung bewerten und die langfristige Planung für Ihr Unternehmen entwerfen. Um die Ergebnisse dieser beiden Rechnungen übersichtlicher zu machen, wird im Controlling überwiegend mit Kennzahlen gearbeitet:

Eine der wichtigsten Kennzahlen stellt der ROI dar. Der sogenannte „Return on Investment“ verrät Ihnen, wie hoch das Verhältnis zwischen der Rendite einer Investition und dem dafür eingesetzten Kapital ist. Weitere Kennzahlen sind die Verhältnisse von Fremd- und Eigenkapital. Diese werden mit dem Vorjahr oder im Rahmen eines Benchmarking mit anderen Unternehmen verglichen. So erhält Ihr Chef einen Überblick über die Marktposition seines Unternehmens und seiner Mitbewerber.

 

(3)     Wer interessiert sich noch für Ihr Unternehmen?

Wie Sie gelernt haben, versorgt das Controlling Ihren Chef auf der Grundlage des internen Rechnungswesens mit allen wichtigen Informationen. Doch nicht nur in Ihrem Unternehmen selbst besteht ein großes Interesse an dessen genauer wirtschaftlichen Lage. So liegt es auch im Sinne von möglichen Geschäftspartnern oder Großkunden, sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens verschaffen zu können. Zu diesem Zweck gibt es neben dem internen auch das externe Rechnungswesen.

Dieses setzt sich in erster Linie aus der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung, auch GuV genannt, zusammen. Diese bilden zusammen den externen Jahresabschluss. Zwar haben Sie sicher eine grobe Vorstellung von diesen Begriffen, doch was verbirgt sich dahinter?

Unter einer Bilanz versteht man die Gegenüberstellung des Vermögens und des Kapitals eines Unternehmens. Dabei wird in diesem Zusammenhang auch häufig von der Aktiv- und der Passivseite gesprochen. So verrät Ihnen die Bilanz eines Unternehmens, über welche kurz- und langfristigen Vermögenswerte dieses verfügt und woher das Unternehmen die finanziellen Mittel für diese nimmt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung befasst sich mit den Erträgen und Aufwendungen, welche innerhalb eines Geschäftsjahres anfallen. So werden die Umsätze und sonstigen Erlöse Ihres Unternehmens der Ertragsseite zugeschrieben. Gleichzeitig werden die dafür nötigen Aufwendungen wie Mieten und Löhne vermerkt und der Saldo beider Seiten gebildet.

Das externe Rechnungswesen gehört nicht zuletzt wegen seinen strengen, gesetzlichen Vorschriften mit zu den kompliziertesten Bereichen der Betriebswirtschaft. Aus diesem Grund wird die Korrektheit von Jahresabschlüssen von Wirtschaftsprüfern sichergestellt.

 

(4)     Nach welchen Zielen handelt ein Unternehmen?

Nicht nur für mögliche Geschäftspartner oder Großkunden ist die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens interessant. Ab einer gewissen Unternehmensgröße besteht auch die Möglichkeit, dass jemand Anteile an Ihrem Unternehmen kaufen möchte. Da sich dieser von seiner Investition auch eine entsprechende Rendite erhoffen wird, versuchen viele Unternehmen den Gewinn Ihrer Investoren möglichst hoch ausfallen zu lassen.

Wenn der Wert der Unternehmensanteile, auch Shareholder-Value genannt, hoch ist, wird deren Inhaber auch weiterhin in Ihr Unternehmen investieren. Bei einer starken Ausrichtung nach den Wünschen der Anteilseigner spricht man auch von einem nach dem Shareholder-Ansatz geführten Unternehmen. Im Verlauf der letzten Jahre wurden Unternehmen immer mehr dazu angehalten, nicht nur finanzielle Ziele zu berücksichtigen. So nehmen immer mehr Unternehmen auch ihre soziale Verantwortung wahr und berücksichtigen nicht allein die Wünsche ihrer Anteilseigner. Dabei spricht man von einem Unternehmen, welches nach dem Stakeholder-Ansatz geführt wird. In diesem Fall bemüht sich Ihr Unternehmen auch Anspruchsgruppen wie seine Mitarbeiter und die Gesellschaft zu berücksichtigen und sein wirtschaftliches Handeln nachhaltig zu gestalten.

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